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Tipp des MonatsExpertennetzwerk: Wertvolle Kontakte als Einkäufer knüpfenWen könnten Sie jetzt sofort anrufen, um Insiderwissen über spezielle Lieferanten, Branchen oder Ihre wichtigsten Beschaffungsmärkte zu erhalten? Do-it-yourself- und Einzelkämpfer- Verhalten bringen meist nur begrenzte Erfolge. Beruflich wertvolle Bekanntschaften lassen sich praktisch überall schließen - klopfen Sie einmal alle geschäftlichen und privaten Anlässe im Laufe eines Jahres danach ab.
Die Frage "Was machen Sie beruflich?", gestellt an der Seitenlinie während des Fußballspiels Ihrer Tochter, wäre ein guter Anfang. Auch im neu gestalteten "FORUM BESCHAFFUNG" können Sie schnell, einfach, bequem und kostenfrei vom Schreibtisch aus Kontakte zu anderen Einkaufskollegen knüpfen.
Praxis-Tipp: A-Lieferanten besuchenSie profitieren von 5 Vorteilen:
denken Sie an das wichtige Ziel: ein positives und kompetentes Image. Die besten Websites für Einkäufer
www.ek-unico.de
Größte Einkaufsgemeinschaft im deutschen Gesundheitsmarkt. So vertritt die EK-UNICO momentan 300 Fachkliniken und mehr als 240 Institute in den angeschlossenen Mitgliedshäusern. www.chemion.de Logistikspezialist für die Chemiebranche. Die Firma wurde 2001 aus dem Bayer-Konzern ausgegliedert. www.hrgworldwide.com Die Hogg Robinson Group (HRG) ist ein preisgekrönter internationaler Geschäftsreisedienstleister. Als regional aufgestelltes Unternehmen agiert HRG in 5 auf die Logistik und Kostenkontrolle von Geschäftsreisen spezialisierten Geschäftsfeldern. Das Unternehmen besitzt über 60 Jahre Erfahrung im Geschäftsreise-Management (Corporate Travel Management). www.farnell.de Farnell, gegründet 1939, ist ein weltweit führender Distributor für elektronische, elektrische, Industrie-, Instandhaltungs- und Betriebsprodukte ohne Mindest- oder Mindermengenzuschlag. Sie haben einen schnellen und einfachen Zugang zu über 362.000 auf Lager liegenden Produkten, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. www.linkedin.de Das Business-Netzwerk Xing bekommt nun auch in Deutschland Konkurrenz vom amerikanischen Weltmarkt- Führer LinkedIn. LinkedIn wurde wie Xing ebenfalls 2003 gegründet. Eine starke FormulierungSuggestivfragen gelten als unfair und
ungeschickt. Suggestive Aussagen
(Statements) sind da wesentlich hilfreicher,
wenn es darum geht, den Verkäufer
zu beeinflussen.
Beispiel: "Sie wissen genau wie ich,
dass die Herausforderungen in diesen
Zeiten nicht mehr mit den herkömmlichen
Methoden gelöst werden können."
Sie können daraus auch sehr
schön eine Ich-Botschaft machen:
"Ich glaube, dass die Herausforderungen
in diesen Zeiten nicht mehr mit
den herkömmlichen Methoden gelöst
werden können."
Lieferanten-Risiko-Management
Besitzen Sie ein Frühwarnsystem für
Lieferanten-Ausfälle? Was würde passieren,
wenn plötzlich einer Ihrer
Hauptlieferanten die Segel streicht?
Das Einschätzen des Lieferantenrisikos auf der Basis von Vergangenheitswerten wie Bilanzkennzahlen reicht oft nicht aus. Klassische Rating-Agenturen, die ihre Kennziffern nur aus Bilanzen bilden, helfen da kaum weiter. Besser ist es, rechtzeitig zu erfahren, wann ein Lieferant seine Rechnungen bei seinen eigenen Vorlieferanten nicht mehr oder plötzlich deutlich verspätet bezahlt. Mit den D&B-Scores ist eine ständige Lieferanten-Überwachung möglich. D&B erfasst mit seinem Zahlungserfahrungspool DunTrade jährlich allein in Deutschland über 500 Millionen Rechnungen und kontrolliert deren Bezahlung. Infos: www.dnbgermany.de Niedriglohnland-Lieferanten entwickeln
Bevor deutlich niedrigere Einkaufskosten
zu Buche schlagen, müssen Sie
einen neuen LCC-Lieferanten auf
"Herz und Nieren" prüfen. Die Frage
"Kann er das Produkt in der geforderten
Qualität fertigen?" greift viel zu
kurz. Sie müssen zusätzlich die "Filter"
finanzielle Stabilität, vorhandene
IT-Landschaft, globale Logistikprozesse
und die Abwicklung des Vorlieferanten-
Managements untersuchen. Mit
dem Zusenden von Spezifikationen
oder Qualitätssicherungsvereinbarungen
ist es keinesfalls getan.
Tagespreise reduzieren
Tagespreise, egal für welches
Produkt, stehen einem systematischen
Konditionen-Management im
Wege. Das Feilschen in diesen Märkten
hat Tradition – bei vielen Gütern
(frische Lebensmittel, Blumen) sogar
seit Jahrhunderten. Dort neue Verhandlungsspielregeln
einzuführen ist natürlich sehr schwierig.
Genau das müssen Sie jedoch bei Ihren Lieferanten
erreichen. Diese müssen sich von
Ihren alten Mustern lösen.
Verhandlungserfolg hat viel mit
Marktmacht und dem Wettbewerb zu
tun. Können Sie sich vorstellen, wie
die großen Lebensmittelhändler, zum
Beispiel Aldi oder Edeka, das Fleisch
einkaufen?
Ziehen Sie die ständigen Tagespreis-
Verhandlungen mit Ihren Lieblings-
Fleischlieferanten in einen größeren
zeitlichen Kontext. Aus der Jahresperspektive
betrachtet kaufen Sie bei diesen
Lieferanten eine bestimmte Tonnage
Fleisch. Diese Jahresmenge
kommt durch viele kleine Geschäfte
zu Tagespreisen (um die dann auch
noch jedes Mal gefeilscht wird) zu
Stande. Ein Anfang für neue Spielregeln
wäre das Vereinbaren einer Bonus-
Staffel, die beim Erreichen bestimmter
Mengen greift. Justieren Sie
die Staffel auf der Basis des letzten
Jahres oder auf den Durchschnittsmengen
der letzten Jahre.
Rezession erfordert stabile Preise
Im B2B-Geschäft ist die Preisverteidigung
wichtiger als die Kundensicherung.
Gemäß einer aktuellen Befragung
der Preisberater von Simon-Kucher
& Partners unter mehr als 80 Senior-
Managern der Chemie- und Baubranche
steht die Sicherung der Marge
im Zentrum des Krisenmanagements.
So gehört die Stabilisierung des Preises
– neben Kostensenkungen – zu
den dringendsten Aufgaben der Marketing-
und Vertriebsmanager.
Zur Verteidigung des Preises sehen die
befragten Manager diverse Maßnahmen
wie:
Buchtipp
Ronald Bogaschewsky u. a.: "Supply
Management Research – Aktuelle Forschungsergebnisse 2008 "
Gabler Verlag, 2009, 232 Seiten,
broschiert, ISBN 3-8349-1458-3, (in Englisch)
Preis: 49,90 €
Unser Urteil: Interessant für alle, die an den wissenschaftlichen Fortschritten im Forschungsfeld Supply Management interessiert sind. Das Buch enthält 8 Beiträge, zum Beispiel:
Jetzt die Weichen stellen
Rezessionen sind gute Gelegenheiten,
tradierte Einstellungen und Verhaltensweisen
rasch "über Bord zuwerfen".
Verkauf und Einkauf, die beiden betriebswirtschaftlichen
Pole, stehen
jetzt klar im Fokus. Werden Sie deswegen
sofort aktiv, um sich von der
Geschäftsleitung einige Projekte absegnen
zu lassen.
Beispiele:
Die besten Websites für Einkäufer
www.expensereduction.com
Externer Einkaufsdienstleister seit 1992. Er analysiert und reduziert die nichtstrategischen Kosten mittelständischer und großer Unternehmen. Die Honorierung erfolgt auf der Basis der erzielten Einsparungen. www.energie-consulting.com Ein Dienstleister für den Energieeinkauf für große und mittelständische Unternehmen. Die Firma ist 1986 aus der Energieabteilung der Badische Stahlwerke GmbH hervorgegangen. Für Kunden in Deutschland und Europa wird der Einsatz und Einkauf von rund 13.000 GWh Strom und rund 12.000 GWh Erdgas betreut. www.conliance.de Ein Optimierer für die Bereiche Telekommunikation, IT und Prozesse. Die Dienstleistungen für Mobil- und Festnetztelekommunikation sind:
Homepage des Verband Deutsches Reisemanagement e.V. (VDR). Als Mitglied können Sie eine umfassende Palette von Einkaufsvorteilen zur Senkung der Reisekosten nutzen. www.ost-ausschuss.de Kompetenzcenter der deutschen Wirtschaft für die schwierigen Märkten Russland, Belarus, Ukraine, Zentralasien, Kaukasus, Baltikum und Südosteuropa. Der Ostausschuss ist ein Gemeinschaftsorgan der Spitzenverbände und älteste regionale Initiative der deutschen Wirtschaft (seit 1952). Erwiderungen auf das Verkäufer-Nein
Der Trick, Sprachlosigkeit in Verhandlungen
zu vermeiden, ist einfach. Sie
müssen für Standardsituationen eine
oder sogar mehrere fertige Formulierungen
parat haben. Schreiben Sie diese
auf und nehmen Sie sie mit in die
Verhandlung. Im Notfall können Sie
vorher noch einmal auf Ihren "Spick -
zettel" schauen.
Eine solche Standardsituation ist das
Nein des Verkäufers. Hier ist ein Formulierungsvorschlag,
der dem Verkäufer
das Wesentliche vor Augen führt:
Info-Defizite beseitigen
Einem großen Teil der Beschaffungsabteilungen
muss eine miserable Informationsversorgung
attestiert werden.
Häufig klaffen dabei die Selbstund
Fremdwahrnehmung erheblich
auseinander. Vielen Fach- und Führungskräften
ist gar nicht bewusst, wie
groß die Wissens- und Informationsdefizite
tatsächlich sind. Zwar wird
durch den Zugriff auf das Internet die
ständige Informationsverfügbarkeit
suggeriert, in der Praxis sieht es aber
ganz anders aus. Die Zahlen, Daten
und Fakten, die gerade gebraucht werden,
sind nicht oder nur bruchstückhaft
vorhanden. Beispielsweise fehlen
häufig die Detail-Kenntnisse über Einkaufsdienstleister,
psychologische Gesetzmäßigkeiten
für Kommunikation/
Verhandlung, Rohstoff- und Vormaterialmärkte,
Kostenstrukturen der Lieferanten
sowie moderne Einkaufsmethoden
und -techniken.
3 Buchtipps
1. Gerhard Gieschen:
"99 Tipps zur Kostensenkung – Endlich mehr Gewinn" Cornelsen, 2007 176 Seiten, broschiert ISBN 3-589-23575-9 Preis: 14,95 € Unser Urteil: Es ist zurzeit sehr hilfreich, viele Ideen zu diesem Thema zu kennen. Hier werden die typischen Kostentreiber in einem Unternehmen identifiziert und Lösungswege aufgezeigt. Jeder Kostensenkungsvorschlag wird zusätzlich nach Umsetzungsaufwand, Zeitbedarf und Ertragspotenzial bewertet. Eine echte Hilfe, wenn Sie eine Vorschlagsliste für Ihren Chef erarbeiten wollen. 2. Harry Zingel: "Kosten- und Leistungsrechnung" Wiley Verlag, 2008 350 Seiten, broschiert ISBN 3-527-50388-9 Preis: 29,90 € Unser Urteil: Erfolgreiches Einkaufen ohne detaillierte Kenntnis der Kostenund Leistungsrechnung ist undenkbar. Ein umfassendes Buch zum Selbststudium mit zahlreichen Praxisbeispielen und 21 Aufgaben. Alles ist drin: Kostenarten-, Kostenstellen-, Kostenträgerrechnung, Kalkulation, Betriebsabrechnungsbogen, Maschinen-, Teil-, Planund Prozesskostenrechnung. 3. Wolfgang Münchau: "Kernschmelze im Finanzsystem" Hanser Verlag, 2008 240 Seiten, gebunden ISBN 3-446-41847-9 Preis: 21,90 € Unser Urteil: Dieser Titel ist eine komplett überarbeitete und aktuelle Neuauflage des Buches "Vorbeben": Es liefert eine klare und für jeden verständliche Analyse der Krise und zeigt, worauf wir uns in der Zukunft einstellen müssen. Die schwerste Finanzkrise seit 80 Jahren hat die Welt in ihren Grundfesten erschüttert, mit unabsehbaren Folgen für alle. Der Autor ist Direktor des Wirtschaftsinformationsdienstes "Eurointelligence.com". Er war einer der Gründer der "Financial Times Deutschland" und deren Chefredakteur Eigentum absichern
Ansprüche gegenüber der Insolvenzmasse
zu stellen ist sehr häufig aussichtslos.
Bei Werkzeugverträgen müssen
Sie daher klar und präzise vereinbaren,
dass das Werkzeug Ihr Eigentum
(das des Kunden) ist und nicht Eigentum
des Lieferanten wird. Unverzichtbar
ist auch, dass Sie das Werkzeug
als Ihr Eigentum kennzeichnen.
Führen Sie zusätzlich genau Buch darüber,
welche Dokumente, Werkzeuge,
Maschinen, beigestellten Materialien
etc. sich beim Lieferanten befinden.
Das erleichtert und beschleunigt den
Herausgabeanspruch gegenüber dem
Insolvenzverwalter erheblich.
Die besten Websites für Einkäufer
www.kostal.com
Familienunternehmen seit 1912 mit Stammsitz in Lüdenscheid. In erster Linie entwickelt und produziert die Unternehmensgruppe technologisch anspruchsvolle elektronische und elektromechanische/ mechatronische Produkte. Bedeutende Industrieunternehmen – insbesondere alle weltweit führenden Automobilhersteller und deren Zulieferer – gehören zu den Kunden. Die KOSTAL-Gruppe gliedert sich in die 4 Geschäftsbereiche Automobilelektrik, Industrieelektrik, Kontaktsysteme und Prüftechnik. www.eprolog.de Die eprolog group ist ein großer unabhängiger Einkaufsdienstleister in Europa mit einer Marktmacht von knapp 5 Mrd. €, mehr als 4.000 verhandelten Verträgen, 200 Kunden und über 100 Mitarbeitern. Mit einem breiten Spektrum an Preis- und Vertragsmodellen, strategischen Einkaufs - allianzen auch für Produktionsgüter und Rohstoffe sowie Lieferantenkontakten in alle Welt und Branchen werden Beschaffungskosten sofort und nachweislich gesenkt. www.meyerberatung.de Externer Spezialist für den IT-Einkauf – mit dem speziellen Fokus auf Telekommunikationseinkauf (Mobilfunkeinkauf, Festnetzeinkauf, VoIP, UMTS, Hotspot). Wussten Sie, dass es in Deutschland mehr als 8.000 Handytarife gibt? Und verwundert Sie es, dass kaum ein Unternehmen dabei noch den Überblick behält? www.baytech-akademie.de Vom 20.11.2009 bis zum 31.3.2010 findet der berufsbegleitende Weiterbildungslehrgang Einkaufscontrolling statt. Dabei werden folgende Themen konkret behandelt:
Mehr Mitarbeiter-Engagement
Die Universität Siegen hat auf dem
deutschen Arbeitsmarkt 500 Mitarbeiter
im klassischen Angestelltenverhältnis,
auf Teilzeitbasis und selbstständig/
freiberuflich arbeitend befragt.
Das Ergebnis: Verpflichtung, Engagement
und Motivation gegenüber dem
Arbeitgeber sind bei nichtklassischen
Angestellten größer. Die Wissenschaftler
vermuten, dass Selbständige
versuchen, den Verlust betrieblicher
Anbindung durch mehr Leistung auszugleichen.
Das ist aber nur dann der
Fall, wenn ein Mindestmaß an Autonomie
und Sicherheit von Aufträgen
von Seiten des Arbeitsgebers garantiert
ist. Unter Leistungsgesichtspunkten
ist es also sinnvoll, Teams durch
selbständige Kräfte zu ergänzen.
Handeln fördert das Ansehen
Führungskräfte werden danach beurteilt,
ob sie gute Entscheidungen treffen
können. Für die Außenwirkung einer
Führungskraft ist aber ein anderer
Punkt entscheidend: Wer handelt, wird
von anderen Führungskräften und Mitarbeitern
als willensstark und durchsetzungsfähig
betrachtet.
US-Psychologen fanden in Studien heraus, dass Macher als kompetenter und wissender beurteilt werden. Trotzdem müssen Sie vorher die Handlungsalternativen prüfen. Tauchen nach Ihren Entscheidungen zu häufig negative Folgen auf, verpufft der positive Macher-Effekt sehr schnell. Der Händedruck-Eindruck
Ein kurzer fester Händedruck erhöht
die Sympathie und die Erfolgschancen
– bei Männern wie Frauen. Jeder
kennt das (unangenehme) Gefühl von
(feuchten) schlaffen Fingern in der eigenen
Hand. Unabhängig von Aussehen
und Kleidung beeinflusst der Händedruck
die Bewertung einer Person
nachhaltig. Bei Frauen führt ein fester
Händedruck sogar zu deutlicheren Ergebnissen
als bei Männern. Das fanden
Forscher an der Uniiversity of
Iowa heraus. Mit einem kurzen festen
Händedruck verbindet das Gegenüber
unbewusst positive Eigenschaften wie
Überzeugungskraft, Geselligkeit,
Freundlichkeit und Dominanz.
Liefertermin-Management
Wie Sie auch solch eine Formulierung bei einer Auftragsbestätigung reagieren:
"Wir sind bemüht, den oben genannten Liefertermin einzuhalten, weisen jedoch ausdrücklich darauf hin, dass der genannte Liefertermin unverbindlich ist und Regressansprüche aufgrund verspäteter Anlieferung insoweit ausgeschlossen sind." Antwort: Sie müssen dafür sorgen, dass diese Formulierung aus den Auftragsbestätigungen verschwindet. In einer laufenden Geschäftsbeziehung besteht sonst die Gefahr, dass Sie diese Freizeichnungs-Klausel stillschweigend akzeptieren. Da gibt es offensichtlich Gesprächsbedarf. Ein Lieferant, der im Jahr 2009 keine Liefertermine verbindlich bestätigen kann oder will, ist gelinde ausgedrückt ein netter Versuch. Das ist praktisch so, als wenn Sie einen Arzttermin vereinbaren und Ihnen gleichzeitig mit der Zusage mitgeteilt wird, dass der Arzt aber dann möglicherweise nicht da ist. Schließen Sie mit diesem Lieferanten einen schriftlichen Rahmenvertrag für alle zukünftigen Geschäfte, in dem Sie grundsätzlich verbindliche Liefertermine vereinbaren. Legen Sie genau fest, was er wie in der Auftragsbestätigung zum Liefertermin schreiben muss. Ist die oben genannte Freizeichnungsklausel fest in das Auftragsbestätigungs- Formular eingedruckt, kann sie auch durch den Rahmenvertrag generell außer Kraft gesetzt werden. Formulierungsvorschlag: Die Klausel xy (genauen Wortlaut nennen) ist in sämtlichen Auftragsbestätigungen unwirksam. Das angegebene Lieferdatum gilt als kalendermäßig bestimmbarer und verbindlicher Liefertermin. Am besten verhandeln Sie mit dem Lieferanten auch noch über eine Vertragsstrafenregelung. 3 Buchtipps
1. Philipp Dickmann:
Schlanker Materialfluss Springer Verlag, 2. Aufl. 2009 529 Seiten, gebunden ISBN 3-540-79514-8 Preis: 64,95 € Unser Urteil: Ein Wegweiser für Praktiker. Der Erfolg des Toyota-Produktionssystems basiert auf der langfristigen und fachübergreifenden Lean- Umsetzung im gesamten Unternehmen. Kapitel 4 beschäftigt sich ausführlich mit dem Thema Supply Chain Management (SCM) mit Kanban. 2. Hermann Scherer: Jenseits vom Mittelmaß Gabal Verlag, 2009 351 Seiten, gebunden ISBN 3-89749-910-2 Preis: 49 € Unser Urteil: Ein ungewöhnliches Buch, von dem sich nicht nur Führungskräfte in Marketing und Verkauf inspirieren lassen können. Es zeigt den Live-Erfolgsvortrag von Hermann Scherer mit allen Folien. In 25 thematischen Modulen (z. B. Überzeugungskraft, Verkaufspsychologie und Verhandeln) hat Scherer zahlreiche Fallbeispiele und eindrucksvolle Best- Practice-Er fah rungen für Unternehmenserfolg zusammengestellt. 3. Nassim N. Taleb: Der schwarze Schwan Hanser Verlag, 2008 456 Seiten, gebunden ISBN 3-446-41568-8 Preis: 24,90 € Unser Urteil: Wer weiß, dass es schwarze Schwäne gibt, vertraut keinem Experten mehr. Der Querdenker schildert sehr amüsant die Einflüsse unerwarteter Ereignisse auf Wirtschaft, Finanzmärkte und Gesellschaft. Auf seiner Liste der 9 größten weltweiten Risiken für uns setzte er Die Stabilität des Finanzsystems wird durch Derivate (Futures, Optionen …) bedroht. Auf Platz 2 hinter dem globalen Terrorismus. Auf Platz 3: Die Schere zwischen Arm und Reich ist eine Zeitbombe. 4. Die geopolitischen Spannungen nehmen zu. |
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