Die Turbulenzen auf den internationalen Märkten und die Unsicherheiten um Euro & Co. haben so manchen Einkäufer dazu veranlasst, die Vorkehrungsmaßnahmen zu erhöhen. So wollte Leser Manfred U. aus Leipzig von
Einkaufsmanager-Chefredakteur Jens Holtmann wissen: "Ist es sinnvoll, eine Vertragswährung festzulegen?"
Währungsrisiko verlagern
Holtmanns Antwort: Ja. Bitten Sie internationale Lieferanten bereits in Anfragen um Angebote in der gewünschten Vertragswährung. In deutschen Einkaufsabteilungen ist das natürlich fast immer der Euro.
So verlagern Sie das Währungsrisiko auf den Lieferanten, der dann seinerseits dieses Währungsrisiko in seine Kalkulation einrechnen wird. Jeder Lieferant ist daran interessiert, die eigene Währung zur Vertragswährung zu machen, weil er in dieser Währung auch seinen Personal- und Materialaufwand zu bezahlen hat (Natural Hedging).
Absichern durch Währungs-Hedging
Deswegen wird es immer zahlreiche Lieferanten geben, die nicht auf Euro-Basis anbieten möchten. In diesen Fällen kommt dann immer der US-Dollar ins Spiel. Damit die Importgeschäfte nicht zum Glücksspiel werden, muss das dadurch bestehende Währungsrisiko unbedingt mit Devisentermingeschäften (Währungs-Hedging) abgesichert werden.
Vorschau: Mehr zum Thema Währungs-Hedging lesen Sie in der kommenden Woche.