Was das kritische USA-Rating für die Rohstoffmärkte bedeutet

Donnerstag, 28.04.2011, veröffentlicht unter "Globaler Einkauf" auf www.einkaufsmanager.net
Die amerikanische Ratingagentur Standard & Poors (S&P) hat am Montag für einen Einbruch an den globalen Aktienmärkten gesorgt. Laut der Analysten sehe man die USA in Gefahr. Aufgrund der horrenden Schulden von mehr als 14 Billionen US-Dollar könnte der langfristige Ausblick von stabil auf negativ herabgesetzt werden.
Dies entspräche dem Anfang vom Ende, wie einige Marktteilnehmer glauben. Die USA haben aktuell ein Rating von „AAA“ und damit die beste Bewertung, die erzielt werden kann. Aufgrund dieses niedrigen Ratings können sich die USA sehr billig Gelder von anderen Investoren leihen.

Dies ist auch wichtig, da ansonsten die Schulden nicht ständig refinanziert werden könnten. Die Maßnahmen der US-Notenbank kosten sehr viel Geld und auch andere Programme, die im Rahmen der Wirtschaftskrise ausgerufen wurden, müssen finanziert werden. Verschlechtert sich nun das Rating der USA, dann müssen in Zukunft deutlich höhere Zinsen als jetzt bezahlt werden.

Dies würde zu einem finanziellen Supergau führen. Sparmaßnahmen wären an der Tagesordnung und viele Programme, die den Finanzmarkt stützen, müssten abgeschafft werden. Das Weltwirschaftswachstum würde sich enorm verlangsamen und eine Abwärtsspirale wäre die Folge.

Die Lage ist daher als sehr ernst einzustufen und es bleibt abzuwarten, wie S&P reagieren wird. Eventuell dementiert man auch die mittelfristigen Folgen und nimmt den Ausblick aufgrund des politischen Drucks der USA sogar zurück, da in den USA ein derartiges Verhalten als unpatriotisch gilt und schnell Konsequenzen haben kann.

Für die Rohstoffmärkte bedeutet die aktuelle Unsicherheit einen Rückgang der Notierungen. Nur Gold und Silber profitieren, die Industriemetalle sollten jedoch aufgrund der jüngsten Entwicklungen weiter nachgeben.
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