Internationaler Einkauf: Die Zeiten sind für Einkäufer günstig, um Transportkosten zu sparen

Sonntag, 07.06.2009, veröffentlicht unter "Globaler Einkauf" auf www.einkaufsmanager.net
95 % des EU-Außenhandels und beinah 70 % des deutschen Im- und Exports werden über den Seeweg abgewickelt Wie beinah jeder Wirtschaftszweig hängt auch der Seefrachtverkehr am Öltropf. Gehen die Preise an den Zapfsäulen hoch, ziehen Frachtdienstleister mit ihren Raten schnell nach.
Baltic-Dry-Index
Ein wichtiger Gradmesser ist dabei der Baltic-Dry-Index (BDI). Von seinen historischen Höchstständen 2007 war er im Dezember 2008 auf klägliche 774 abgestürzt. So tief wie seit 22 Jahren nicht mehr. Im 1. Quartal 2009 dümpelte er bei 1.500 Punkten herum.
Der Baltic-Dry-Index wird von der Baltic Exchange in London (www.balticexchange.com) täglich um 13 Uhr Ortszeit (14 Uhr MEZ) veröffentlicht. Die BDI-Werte errechnen sich aus standardisierten Angaben von 26 Hauptschifffahrtsrouten, wobei in vier Schiffsklassen (Capesize, Panamax, Supramax und Handysize) die Kosten für Zeitcharter (US-Dollar pro Tag) und Reisecharter (US-Dollar pro Tonne) im Trockenschüttgutverkehr zusammengefasst werden. Da der BDI die Verschiffungskosten von Rohstoffen ermittelt, misst er präzise das Volumen des Welthandels in der Anfangsstufe und ist somit ein Frühindikator für die gesamte Weltwirtschaft. Geht es mit dem BDI aufwärts, steigen auch die Frachtraten. Geht es abwärts, fallen sie.

Die Macht der Argumente
Und da die Weltwirtschaft gerade mächtig am Boden liegt, haben Einkäufer die Fakten auf ihrer Seite. Ganz gleich, ob sie ihre Fracht per Schiff, Lkw oder Flugzeug auf die Reise schicken. Der Informationsdienst „Rohstoffeinkauf aktuell” stellt Ihnen folgende schlagkräftige Argumente vor, die Ihnen beim Aushandeln günstiger Transportkonditionen helfen:
  • Schiffsauslastung und weltweite Frachtnachfrage sind gering (-94 % bei Schüttgütern im letzten Halbjahr).
  • Viele Schiffe liegen im Hafen (im März 2009 fast 500 Frachtschiffe).
  • Zu den Überkapazitäten kommen in diesem Jahr weitere 870 neue Frachtschiffe hinzu, die in Boomjahren in Auftrag gegeben worden waren.
  • Frachtflugzeuge werden stillgelegt (Lufthansa Cargo nennt für das 1. Quartal über 20 %).
  • Mit Überkapazitäten haben sich auch Spediteure herumzuplagen.
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Über den „Einkaufsmanager”
Jens Holtmann
Jens Holtmann
Chefredakteur
„Einkaufsmanager”
Jens Holtmann ist anerkannter Spezialist für professionellen Einkauf und Leiter der Einkäufer-Akademie. Er entwickelt seit 1993 praxistaugliche Erfolgskonzepte für den Einkauf in allen Branchen und Firmengrößen.
Für mich als stellvertretender Einkaufsleiter sind die praxisnahen und umsetzbaren Tipps das Wichtigste beim „Einkaufsmanager”: Vor einigen Ausgaben gab es zum Beispiel einen Artikel über Allgemeinkosten. Daraufhin haben wir uns mit den entsprechenden Dienstleistern in Verbindung gesetzt und von den Tipps des „Einkaufsmanager” reichlich profitiert. Diese wertvollen Informationen haben sich für uns im wahrsten Sinne des Wortes ausgezahlt.
Dirk Fritzsche, Paul Vahle GmbH KG, Kamen
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