Behalten Sie die Preisentwicklungen immer im Auge. Preissteigerungen gehören z.B. im Rahmen der Inflation zum täglichen Geschäft des Einkaufsleiters. Ihre Aufgabe ist es, die übertriebenen und unnötigen Erhöhungen zu vermeiden.
Es sind goldene Zeiten für Einkäufer-
Karrieren. Wobei die aktuellen
Preisentwicklungen auf den Rohstoffmärkten
so manchen Einkäufer zum Schwitzen
bringt. Ein harter Brocken für viele Einkaufsabteilungen
ist zurzeit die Situation
beim Stahleinkauf. Das Wichtigste
ist hier, nicht zu resignieren, sondern
darauf zu vertrauen, dass trotzdem Erfolge
erzielt werden können.
Beachten Sie: Wer glaubt, dass nichts
möglich ist, wird gar nicht erst versuchen,
etwas zu erreichen.
Ohne genaue Informationen und
Kenntnisse der aktuellen Marktlage
sind erfolgreiches Einkaufen und das
Abwehren von Preiserhöhungen nicht
möglich. Die Versuchung ist für Lieferanten
groß, die Marktsituation für seine
Gewinnziele auszunutzen. Je mehr
Informationen Sie von Marktkennern
aus verschiedenen Quellen vorliegen
haben, desto genauer ist das Bild,
dass Sie sich selbst machen können. Es
fällt Ihnen leichter, zwischen Gerücht
und Tatsache zu trennen. Erstaunlich
viele Einkaufsabteilungen haben hier
ein großes Defizit an Informationsquellen über die laufenden Preisentwicklungen.
In solchen Situationen sind
natürlich auch Informationen aus einem
funktionierenden, persönlichen
Netzwerk aus Ein- und Verkäufern hilfreich.
Als zusätzliche Informationsquellen
bieten sich spezielle Verbände
und die Rechercheabteilungen der
Großbanken an.
Besonders in den Rohstoffmärkten ist
es einfach so, dass sich nicht alle kritischen Preisentwicklungen
abwehren lassen. Kartellähnliche
Marktstrukturen, Absprachen
und Spekulanten nehmen Einfluss
auf die Märkte. Der jetzt reagierende
und schulterzuckende Einkauf ist nicht
zeitgemäß. Das, was Sie zum Beispiel
durch Erhöhungen beim Stahlpreis an
Geld verlieren, müssen Sie durch Einkaufsaktionen
und -initiativen in anderen
Produktbereichen wieder hereinholen.
Beachten Sie: Für das Nichtstun in einer
solchen Situation gibt es keine Entschuldigung.
Da sich die Preisentwicklungen der Einkaufsmärkte nicht allesamt
in eine Richtung bewegen, haben
Sie hier immer gute Chancen. Vor diesem
Hintergrund wählen Sie Produktbereiche
aus, bei denen eine Preisreduzierungs-Aktion Erfolg verspricht.
Praxis-Tipp: Verhandeln Sie mit den Lieferanten unbedingt auch über das Verbessern der Preisnebenfaktoren (Zusatzleistungen).
Ob Verkauf, Technik oder Geschäftsleitung
- jetzt müssen alle an einem
Strang ziehen. Bisherige Abläufe und
Gewohnheiten gehören auf den Prüfstand.
Im Team muss geprüft werden,
ob nicht schon allein durch die Änderung
der technischen Spezifikation kritische Preisentwicklungen abgefangen
werden können.
Die Technik und der Verkauf
dürfen sich hier nicht vor der Verantwortung
drücken. In zahlreichen
Firmen ist der Stahleinkauf sowieso bereits
zur Chefsache geworden, was
das Umsetzen von Veränderungen in
der Technik und im Verkauf spürbar
begünstigt.
Ohne geht es nicht bei den Nachforderungen, die derzeit von Stahllieferanten gestellt werden. Klare vertragliche Vereinbarungen helfen hier natürlich konsequent den eigenen Standpunkt zu vertreten. In solchen Gesprächen zahlt es sich für eine Firma aus, wenn Sie Einkäufer besitzt, die gekonnt mit dem "Nein" umgehen können.
Unser Ratgeber "Einkaufsmanager" berät Sie aktuell und kompetent, testen Sie Ihn 30 Tage lang gratis und Sie werden zufrieden sein. Wir bieten Ihnen Tipps und Informationen zu allen relevanten Bereichen des Einkaufs.
Weitere Themen, die Sie interessieren könnten: Lieferantenverzeichnis, Einkaufspreise, Einkaufscontrolling, Kostensenkung Einkauf.