Großhandel Einkauf

Der Großhandel Einkauf ist ein entscheidender Faktor für Unternehmen und Ihre Einkaufsmanager, um wertvolles Geld zu sparen. Großhandel gibt es für fast jeden Bereich. In Ihnen bekommt man einzelhandelsunübliche Mengen an Waren und dazu meist günstigere Preise. Ein solcher Großhandel verkauft nur an Gewerbetreibende.

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Der deutsche Großhandel

Der deutsche Großhandel (rund 92.000 Betriebe, knapp 1,2 Mio. Beschäftigte) erzielte 2006 einen Umsatz in Höhe von rund 700 Mrd. Euro. Hiervon entfielen knapp 34 % auf Rohstoffe und Halbwaren, 12 % auf Maschinen und Ausrüstungen sowie gut 5 % auf landwirtschaftliche Grundstoffe.

Da diese 3 Sparten im Wesentlichen Güter für die industrielle Verarbeitung bereitstellen, fasst man sie auch zum so genannten Produktionsverbindungshandel zusammen. Dieser bekommt konjunkturelle Schwankungen tendenziell stärker zu spüren als der Konsumgütergroßhandel, der hauptsächlich Vorleistungen für den Einzelhandel und die Gastronomie erbringt. Der Großhandel Einkauf unterlegt daher weniger starken Preisschwankungen.

In den letzten 10 Jahren verzeichnete insbesondere der Großhandel mit Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör eine überdurchschnittliche Entwicklung. Er verdankt sein Umsatzplus zum Großteil dem Auf- und Ausbau des Angebots von technischen Dienstleistungen für die Nachfrager aus Industrie und Handwerk. Die typischen Funktionen des Großhandels (Sortimentsbildung, Distribution, Marketing, Lagerhaltung, Kreditgewährung, Beratung, Transport) sind im Zuge des technischen Fortschritts zunehmend im Wandel begriffen. Davon wird natürlich auch der Großhandel Einkauf beeinflusst.

Inzwischen betreffen bereits 85 % des stark expandierenden elektronischen Handels (E-Commerce) Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen (B2B) und damit die typischen Aktivitäten des Großhandels. Insofern ist einerseits davon auszugehen, dass E-Commerce die Tendenz zur Umgehung des Großhandels fördert. Andererseits eröffnet E-Commerce dem Großhandel aber auch eine Fülle von Möglichkeiten, um die eigene Wettbewerbsposition durch Optimierung der Beschaffung und des Absatzes zu verbessern.

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Unserer Einschätzung nach dürfte E-Commerce mittel- bis längerfristig eher dazu beitragen, die Stellung des Großhandels in der Warendistribution zu stärken. Demnach erscheint die Prognose des Ifo-Instituts, wonach der reale Umsatz des Großhandels in den nächsten 10 Jahren durchschnittlich um gut 2 % pro Jahr zunehmen soll, durchaus realistisch. Welche Folgen genau E-Commerce auf den Großhandel Einkauf hat, wird die Zeit zeigen.

Ertragslage

Die Ertragskraft des Großhandels hat sich im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr verbessert. Die Kosten für Vorleistungen und Steuern erreichten einen Anteil von knapp 10,5 % an der Gesamtleistung. Zieht man von dieser Rohertragsquote den Personalkostenanteil von gut 6,5 % ab, verbleibt zur Deckung der sonstigen Kosten ein Anteil von gut 3,5 % der Gesamtleistung. Die Deckungsbeitragsquote hat sich in den Jahren 2003 bis 2006 kaum verändert.

Die Umsatzrendite des Großhandels bewegt sich seit einigen Jahren um den Wert 2,5 %. Die Umsatzrendite wird gemessen als der nach Abzug von Abschreibungen und Zinsaufwand vom Deckungsbeitrag verbleibende Gewinn (EBT) bezogen auf den Umsatz. Zwischen den einzelnen Fachsparten des Großhandels unterscheiden sich die Rohertragsquoten zum Teil beträchtlich, was sich auch auf den Großhandel Einkauf auswirkt.

Sie sind relativ hoch in den Sparten "Maschinen, Ausrüstungen und Zubehör" sowie "Gebrauchsgüter und Verbrauchsgüter". Unterdurchschnittliche Rohertragsquoten erzielt vor allem der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden Tieren. Allerdings ist in jenen Sparten, in denen die Rohertragsquoten relativ hoch sind, häufig auch die Kostenspanne (Anteil der Gesamtkosten am Umsatz) überdurchschnittlich hoch.

Außerdem nimmt die Höhe der Rohertragsquote mit zunehmender Unternehmensgröße deutlich ab. Grundsätzlich ist die Ertragskraft des Großhandels in hohem Maße abhängig von der Entwicklung der Personalkosten, auf die etwa 40 % der Handlungskosten entfallen.
Ein weiterer bedeutender Kostenblock sind die Aufwendungen für "bezogene Leistungen und andere betriebliche Aufwendungen", die je nach Größenklasse der Unternehmen Anteile zwischen 30 und 40 % der gesamten Handlungskosten erreichen. Generell kommt in dieser Position, die auch die Logistikkosten enthält, die Bedeutung zum Ausdruck, die das Outsourcing für den Großhandel heute schon hat.

Besonders hoch ist dieser Kostenblock im Großhandel mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern.

Beachten Sie: Für 2007 wird angesichts der absehbaren kräftigen Umsatzsteigerung ein spürbarer Anstieg der Umsatzrendite und der Erträge erwartet.

Wettbewerbslage

In Zukunft dürfte sich der starke Wettbewerbsdruck im Großhandel vor allem aus 2 Gründen noch verschärfen:

  1. Sowohl Hersteller durch Direktabsatz an den Einzelhandel als auch Einzelhändler durch Direktabnahme beim Hersteller versuchen, den Großhandel zu umgehen. Verstärkt wird diese Tendenz zur Ausschaltung des Großhandels durch die fortschreitende Konzentration im Einzelhandel (welche die Marktmacht großer Unternehmen stärkt), vor allem aber durch die zunehmende Verbreitung neuer Technologien (Internet). Von diesem Wettbewerb profitiert natürlich der Großhandel Einkauf durch sinkende Preise.

  2. Der Großhandel sieht sich stark zunehmenden Leistungsanforderungen ausgesetzt, die von der Herstellerseite vor allem im Bereich der Marketingund Servicefunktionen ausgehen.

Aus den sich verschärfenden Wettbewerbsbedingungen ergeben sich für den Großhandel 2 Konsequenzen:

  • Zum einen wird die Unternehmenskonzentration weiter zunehmen. Lediglich 2 % der Betriebe erzielten Jahresumsätze von über 25 Millionen Euro - allerdings fast 75 % des Branchenumsatzes.

  • Zum anderen gewinnen neue Technologien zur Optimierung von Logistik und Serviceleistungen einen immer höheren Stellenwert zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.

Aussichten

Das Wachstum im Produktionsverbindungshandel bei Umsatz und Ertrag wird auch 2007 überdurchschnittlich sein. Besonders stark gestiegen sind die Verkaufspreise im Segment der Rohstoffe und Vorprodukte, zu dem auch der Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen sowie der Großhandel mit Erzen, Eisen, Stahl, NE-Metallen und Halbzeug zählen.

Bleibt die Konjunktur in Deutschland und weltweit auf kräftigem Wachstumskurs, dann wird auch 2008 ein gutes Jahr.

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