Die optimale Einkaufsstrategie trägt zu einem wirtschaftlicheren Umsatz-/Gewinnverhältnis bei. Je weniger Sie in den Einkauf von Produkten investieren müssen, desto größer wird die Gewinnspanne.
Das folgende Zahlenbeispiel verdeutlicht das enorme Sparpotenzial: Der Jahresumsatz einer Firma beträgt 50 Millionen Euro. Die Einkaufsintensität liegt bei rund 45 %. Das gesamte Jahres-Einkaufsvolumen beläuft sich damit auf 22,5 Millionen Euro. Wenn durch eine Einkaufskooperation nur 1 % des gesamten Einkaufsvolumens gespart werden kann, dann erhöht sich der Gewinn um 225.000 Euro. Selbst ein halbes Prozent Einsparung ergibt noch die hübsche Summe von 112.500 Euro.
Beachten Sie: Auf das Bündeln der Nachfrage zu verzichten ist richtig teuer und zusätzlich ignorant. Das Machtgefüge in vielen Märkten verschiebt sich durch die schnell voranschreitende Konzentration immer stärker zugunsten der Lieferantenseite. Warten Sie daher keinesfalls so lange auf eine Änderung Ihrer Einkaufsstrategie, bis Ihr Unternehmen einkaufsseitig in manchen Bereichen sprichwörtlich unter die Räder kommt.
Eine breite Schicht kleiner und mittlerer Unternehmen ("Mittelstand") ist für eine funktionierende Marktwirtschaft unerlässlich. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aufgrund der ihnen eigenen Flexibilität (Schnelligkeit und Beweglichkeit) mit einer guten Einkaufsstrategie auch gegen Großunternehmen im Wettbewerb behaupten können. Allerdings sind sie dabei gegenüber Großunternehmen im Nachteil, da mit steigender Unternehmensgröße regelmäßig Vorteile bei der Beschaffung, bei der Produktion oder beim Vertrieb verbunden sind.
Beachten Sie: Nur Kooperationen zwischen kleinen und mittleren Unternehmen können diese größenbedingten Nachteile ausgleichen, und zwar ohne den Wettbewerb in unvertretbarer Weise zu beschränken. Das Einkaufsstrategie-Motto "Gemeinsam sind wir stark" wird im Groß- und Einzelhandel seit Jahrzehnten erfolgreich praktiziert.
Der Beweis: Schauen Sie sich die Mitgliederliste des Zentralverbands Gewerblicher Verbundgruppen e.V. an (www.zgv-online.de). Vielleicht können Sie sich sogar noch irgendwo "dranhängen". Auch im Handwerk sind Einkaufsgenossenschaften üblich und weit verbreitet.
Sie werden dieses Projekt wahrscheinlich selbst in die Hand nehmen müssen. Folglich können Sie nicht davon ausgehen, dass morgen jemand an Ihre Tür klopft und Sie fragt, ob Sie mit ihm gemeinsam einkaufen wollen. Sie müssen sich also meistens selbst um geeignete Mitstreiter kümmern.
Beachten Sie: Viele haben schon daran gedacht, aber Sie packen es an - das ist der kleine, aber den Erfolg ausmachende Unterschied im Bereich der Einkaufsstrategie. Natürlich gibt es bereits Einkaufsgemeinschaften in verschiedenen Industriezweigen. Das Recherchieren und Prüfen, ob der Anschluss irgendwo möglich ist, muss daher Ihr erster Schritt sein.
Wenn Sie bei Google "einkaufsgemeinschaft" eingeben, erhalten Sie rund 53.600 Treffer - "einkaufskooperation" bringt es immerhin noch auf 9.980 Treffer. Hier nur eine kleine Auswahl dessen, was Sie dort alles finden:
Einkaufskooperation in der Lebensmittelindustrie, die noch Zuwachs sucht. Die Mitglieder C. & A. Veltins und Homann Feinkost dürften die meisten kennen.
Einkaufskooperation des Verbands der Deutschen Heimtextilien-Industrie e.V. Die gut versteckten Infos dazu finden Sie, wenn Sie auf "Leistungen", dann "Serviceleistungen" und "Einkaufskooperation" klicken.
Eine Energie-Einkaufsgemeinschaft in Baden-Württemberg.
Einkaufsgemeinschaft für Heizöl - privat und gewerblich. Bundesweit in 34 Postleitzahlregionen tätig (Schwerpunkt Süddeutschland).
Die Einkaufskooperation Möbelindustrie GmbH ist seit 2001 ein Zusammenschluss mittelständischer Unternehmen.
Einkaufskooperation seit 1991 speziell für Unternehmen aus der Messebau und Eventbranche.
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