Einkaufsmanagement
Optimales Einkaufsmanagement sorgt für ein effizienteres Umsatz-/Gewinnverhältnis. Je weniger Sie in den Einkauf von Produkten investieren müssen, desto höher wird die Gewinnspanne.
Nutzen Sie diese 3 Hebel für einen echten
Ertragssprung und besseres Einkaufsmanagement
Die systematische Optimierung der
Beschaffungskosten hat das Potenzial,
den Gewinn eines Unternehmens
deutlich zu erhöhen - und das ohne
schmerzliche Schritte wie Restrukturierung
und Personalabbau", sagt Wilhelm
Nörthemann, Geschäftsführer der Carl
Zeiss MicroImaging GmbH (CZM). Die
100%ige Tochtergesellschaft der Carl-
Zeiss-Gruppe ist mit ihren Geschäftsbereichen
BioSciences, Industrial und Clinical
auf die Bedürfnisse der Anwender ausgerichtet
und gehört als Hersteller und Anbieter
von mikroskopischen Lösungen und
Systemen für den Forschungsbereich, für
Labor, Routine und Industrie weltweit zu
den Marktführern.
Das Unternehmen begann
Ende 2006, nach einer Reihe von
Kostensenkungsmaßnahmen in den Bereichen
Fertigung und Verwaltung auch die
externe Wertschöpfung einer genauen Prüfung
zu unterziehen.
Gemeinsam mit der TARGUS Management
Consulting AG wurden 3 Arbeitsfelder
formuliert:
- Nachweis der Minimalkosten für ein
Kaufteil bis zum "harten Anschlag",
anstatt sich im Einkaufsmanagement mit (oft marginalen) Preissenkungserfolgen
zu begnügen.
- Aufwertung der Einkäufer-Rolle:
Der Einkäufer als Supply-Manager
für systematische Materialkostenoptimierung
statt Erfüllungsgehilfe zur
Beschaffung vorgegebener Spezifikationen
durch die Technik/Bedarfsträger. Einkaufsmanagement mit mehr Verantwortung.
- Direkte Einflussnahme auf Bedarf/
Nachfrage der Bedarfsträger statt reiner Preisverhandlungen mit Lieferanten
nach erfolgter Bedarfsmeldung.
Modernes Materialkosten-
Management
Durch die "Umkehr der Beweislast" in
den Teams wird erreicht, dass die Bedarfsträger
(Technik, Konstruktion …)
argumentieren müssen, weshalb über die
Minimalkosten (die sog. Kernkosten)
hinaus Mehrkosten im Einkaufsmanagement notwendig sind.
Üblicherweise wird versucht, die Bedarfsträger
mit schwieriger Überzeugungsarbeit
dazu zu bewegen, vom Bestehenden
aus Kostensenkungen zu erreichen.
Beachten Sie: Die Denkrichtung der Minimalkosten
hilft auch dabei, grundsätzlich
bestehende Anforderungen von Seiten des Einkaufsmanagement aus erneut zu
hinterfragen.
Die abteilungsübergreifende (integrierte)
Materialkosten-Optimierung stellt sicher,
dass nicht nur die klassischen einkäuferischen
Hebel angewendet werden
(Preis, Bündelung, Lieferantenwechsel
…), sondern dass zusätzlich auch Einfluss
auf die Mengen und die
Produkteigenschaften
(Spezifikation) genommen
wird.
3 mächtige Ertragshebel
- Hebel Preis: Durch die konsequente
Gegenkalkulation gemeinsam mit der
Fertigung und Dritten wurden teilweise
erhebliche Kostensenkungspotenziale
von 30 % und mehr aufgespürt.
- Hebel Spezifikation: Die Prüfung der
CZM-Vorfertigung hat gezeigt, dass in
30 % der Fälle auf eine günstigere
Halbzeugqualität umgestellt werden
konnte.
- Hebel Menge (Verbrauch): Durch
die Überprüfung der Halbzeugpalette
und Verschnittoptimierung konnten
hohe Einsparungen erzielt werden.
Beachten Sie: Es reicht heutzutage nicht
mehr, nur die klassischen einkäuferischen
Hebel (Preis, Bündelung, Lieferantenwechsel) im Einkaufsmanagement
anzuwenden. Es muss zusätzlich
Einfluss auf die Verbrauchsmengen
und die Produkteigenschaften (Spezifikation)
genommen werden.
Kostensenkungs-Teams
Der Schlüssel zum Erfolg sind interdisziplinäre
Teams mit Vertretern aus allen
Bereichen, die einen Beitrag zur Einkaufskostensenkung
leisten können: Einkauf,
Fertigung, Montage, Instandhaltung,
Forschung und Entwicklung, Controlling,
Vertrieb.
Diese Teams bearbeiten - in werksübergreifendem
Gleichschritt - Untersuchungseinheiten
über verschiedene Materialgruppen
und stellen die Offenlegung
des gesamten Know-hows sowie
die Nutzung aller Kostenhebel sicher. So
entstehen zwangsläufig Best-Practice-Vorgehen und Multiplikatoreffekte
durch
- internen Wettbewerb und Orientierung
am jeweils "Klassenbesten",
- schnelle Ideenentwicklung und -bewertung,
- Aufbau von Einkaufsmacht durch
Bündelung,
- Aufbau und aktive Einbindung von
strategischen Lieferanten.
Praxistransfer der neuen
Einkaufsmethodik
Die gemeinsame Arbeit und Erfolgserlebnisse
in den Teams sind die Basis für eine
nachhaltige Anwendung des neuen Materialkosten-
Managements im Einkaufsmanagement bei der Carl
Zeiss MicroImaging GmbH. Das vollständige
Ausschöpfen der Einkaufspotenziale
wird in 3 Schritten sichergestellt:
Schritt 1: Herbeiführen der Kostentransparenz
mit dem Ziel der Ermittlung
von Ausgaben und Bedarfsträgern (Ergebnis:
Nutzergruppen, Budgets nach
Materialgruppen und "inhaltliche"
Budgetverantwortliche).
Schritt 2: Einfluss auf Verbrauch und
Spezifikation mit dem Ziel der Identifizierung
der Minimallösung für den
tatsächlichen Bedarf (Ergebnis: etablierte,
interdisziplinäre Materialkostenteams,
verabschiedete Budgets und
detaillierte Maßnahmenpläne).
Schritt 3: Umsetzung der Maßnahmen
und Erfolgsmessung (Ergebnis: angepasste
Verhaltensregeln und Abläufe,
neue Verträge und Lieferantenbeziehungen,
ein konsolidierter Lieferantenpool
sowie vom Controlling geprüfte,
signifikante Einsparungen).
Hierzu Wilhelm Nörthemann: "Das Resultat
waren für jede Materialgruppe detaillierte
Maßnahmen und Einsparungen,
die sich zu einer signifikanten Senkung
der Gesamteinkaufskosten von über
10 % addieren. Durch das systematische
und konsequente Vorgehen ist es den
Teams gelungen, bereits im laufenden
Projekt erste Erfolge zu erzielen.
Die
dadurch erreichte hohe Motivation der
Mitarbeiter sowie die interdisziplinäre
Zusammenarbeit waren der Schlüssel
zum Projekterfolg im Einkaufsmanagement-Bereich. Das kurz getaktete
Arbeiten sowie die bereichsübergreifende
Zusammenarbeit haben sich dabei eindrucksvoll
bewährt und werden auch
künftig durch die im laufenden Projekt
trainierten Mitarbeiter weitergeführt."
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