Die Wachstumsraten der meisten
westlichen Industrien sind rückläufig
– Sie haben es schon oft in
den letzten Wochen gehört und gelesen.
Erfahrungsgemäß dauert es eine ganze
Weile, bis Trendwenden in den Köpfen
der breiten Masse ankommen und als real
akzeptiert werden. An solchen konjunkturellen
Wendepunkten ist die Gefahr
groß, auf den Altlasten des Wirtschaftswachstums
sitzen zu bleiben. Das weltweite
„Finanz-Beben“ scheint nun einige
wachgerüttelt zu haben.
Die „geerbten“ Lieferanten
Jede Einkaufsabteilung hat ihre
„Pflegefälle“ – ohne Ausnahme. Der
erste Schritt zu mehr Gelassenheit
im Umgang mit leistungsschwachen Lieferanten
ist das offene Eingeständnis: Sie
müssen einfach zugeben, dass Lieferantenleistungen
sehr unterschiedlich sind
und sich obendrein ständig verändern.
Suggestivfragen erkennen
und gekonnt abwehren
Verkäufer: „Sind Sie nicht auch
unserer Meinung, dass wir die
weitere Bearbeitung der aktuellen
Reklamation jetzt auf diese Weise
durchführen sollten?“ Mit einer solchen
Suggestivfrage vom Verkäufer fühlt man
sich schnell überrumpelt, gibt in dieser
Situation nach und ärgert sich später wieder,
dass man seine Zustimmung erteilt
hat, ohne seine eigene Ansicht klargestellt
zu haben.
Wann gezeigter Ärger in
Preisverhandlungen schadet
und wann nicht
Es ist uns meistens nicht bewusst,
dass wir unser eigenes Verhalten an
den gezeigten Gefühlen des Gesprächspartners
ausrichten. Sichtbarer
Ärger in der Preisverhandlung zeigt sehr
deutlich, wo die (angebliche) „Schmerzgrenze“
liegt. So wird signalisiert, dass
die letztgenannte Zahl das ultimative Angebot
ist. Akzeptiere es, oder lass es sein,
lautet die Botschaft an das Gegenüber.
Wo die Nachbesserung beim
Werkvertrag zu erbringen ist
Mit Urteil vom 8.1.2008 (Az. X
ZR 97/05, abzurufen über
www.bundesgerichtshof.de) hat
der Bundesgerichtshof zu einer sehr praxisrelevanten
Frage Stellung genommen:
Wo ist die Nachbesserung zu erbringen?
Streit zwischen Kollegen schlichten
Nicht in der Arbeit selbst liegt
häufig das größte Konfliktpotenzial,
sondern in den Menschen,
die sie bewältigen müssen. Unterschiedliche
Vorstellungen, Anschauungen
und Temperamente bauschen da schnell
eine verpatzte oder fehlerhafte Lieferung
oder ein missverstandenes Telefonat zu
einem Weltuntergangsdrama auf.
Jetzt das Geld zurückholen
Eine ganze Reihe von Lieferanten haben
in der Vergangenheit fast im
Monatsrhythmus die Verkaufspreise
erhöht. Der Grund war überall der gleiche:
gestiegene Rohstoffkosten. Seit dem
Sommer sind die Preise für Rohöl und
andere Rohstoffe (Kupfer, Nickel, Aluminium,
Zink …) extrem stark gefallen.
Ein Ende dieser Abwärtsbewegung ist
noch nicht in Sicht und aufgrund der begonnenen
weltweiten Rezession auch
nicht so schnell zu erwarten.
Zeitarbeits-Unternehmen
Die Zahl der Leiharbeitnehmer hat
sich im Zeitraum 1992 bis 2007
von 141.000 auf rund 700.000
praktisch verfünffacht. Trotz dieses dynamischen
Wachstums liegt in Deutschland
der Anteil der Zeitarbeitnehmer an
allen Erwerbstätigen erst bei 2 % und damit
noch unter der Zeitarbeitsquote von
Ländern wie Großbritannien (4,5 %), den
Niederlanden (2,5 %) und Frankreich
(knapp 2,5 %).
Das Kennzahlen-System für
den Mittelstand
Ein Zweck dieser Beitragsserie ist es,
Ihnen einen Gegenpol für Ihr Beschaffungscontrolling
zu liefern. Sie
werden dann sofort automatisch vergleichen
und über den Sinn oder Unsinn
mancher Controlling-Bausteine und
Kennzahlen nachdenken.
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